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Johannistag, Johannisnacht



 
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Anmeldungsdatum: 22.12.2010
Beiträge: 279

BeitragVerfasst am: 31.12.2010, 14:09    Titel: Johannistag, Johannisnacht Antworten mit Zitat
Einer der wichtigsten "magischen Tage" des Jahres - noch heute feiert man man in vielen Gegenden Europas . Viele Bräuche sind für diesen Tag bekannt; sehr oft spielen dabei Pflanzen eine Rolle.

Vielerorts, besonders in ländlichen Gegenden, ist es noch ein schöner Brauch, das "Johannisfeuer" anzuzünden. Noch bis in die Mitte des 19. Jhdts sprangen Liebespaare gemeinsam in das Johannisfeuer, damit ihrer Liebe weiterhin Glück beschert sei. Der Beifuß heißt auch "Sonnwendgürtel", weil man mit dieser Pflanze umgürtet durch das Feuer sprang und ihn anschließend in die Flammen warf. So "verbrannte" man seine Krankheiten für das folgende Jahr. Auch fertigte man Sträuße aus Beinwell, welche den selben Zweck erfüllen sollten. Der deutsche Züchter benannte eine Rose: "Johannisfeuer"

Wer je die Flamme umschritt,
bleibe der Flamme Trabant!
Wie er auch wandert und kreist:
bis zum letzten Atemschluß.

Frieden wirst du nie erkämpfen.
Dennoch! Schmück dir Schwert und Schmerz
hin und wieder mit Aurikeln
und bekränze auch dein Herz.

(Detlev von Liliencron)

Der Johannistag war der "Tag der Heilkräfte", an man die "Johanniskräuter" (u. a. Marguerite, Arnika, Bärlapp, Beifuß, Eisenkraut, Kamille, Klette, Königskerze (auch "Sonnwendblume"), Quendel, Ringelblume), also die Blumen für die Hausapotheke sammelte - das wichtigste nach diesem Tag benannte Kraut ist das wichtige Heilkraut Johanniskraut, Hypericum perforatum).

William Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" handelt während einer Sommersonnenwende.
In Schweden wird der "Mittsommerabend" mit der Familie gefeiert. Man schmückt sich und seine Umwelt mit grünen Zweigen und Blumen.

Die Frauen haben tradionell "Holunderküchlein" gebacken (die Blütendolde des Holunders in Pfannkuchenteig ausgebacken), weil Holunderblüten an diesem Tag gepflückt als besonders heilkräftig galten. (mehr über Holunder) Deshalb heißt der Johannistag auch oft "Holdertag".

Auch der Johanniskäfer und das Johannisbrot erinnern an diesen Tag.
Johannisbrot oder Karobben -in mediterranen Ländern wachsender, immergrüner Baum Ceratonia siliqua (bei uns als Kübelpflanze zu halten), dessen Früchte süßes Fruchtmark enthalten und die, frei von Cholesterin, Lactose und Gluten, auch für Lebensmittelallergiker eine Alternative zu Schokolade geeignet sind. Die Johannisbrotstücke eignen sich auch sehr gut als Zutat zum Müsli.

"Johannishändchen" schließlich nannte man fingerförmig gestaltete Orchideen-Wurzelknollen. Sie wurden am Johannistag zwischen 11 und 12 Uhr ausgegraben und als Amulett im Geldbeutel getragen, damit das Geld nicht ausging.

Die Johannisbeeren (Ribes) sind um diese Zeit reif...

Im Frühsommer am intensivsten und danach manchmal auch noch bis in den September hinein, verzaubern flimmernde "Glühwürmchen" (Johanniswürmchen) den Nachhauseweg aus dem Biergarten oder bringen eine romantische Stimmung in die sommerlichen Gartenfeste. Die Glühwürmchen benutzen das Leuchten zur 'Brautschau' - meist glühen sie besonders leuchtend in dieser Nacht.... Die Bezeichnung Glüh"würmchen" ist irreführend, denn es handelt sich nicht um einen Wurm, sondern um einen Käfer (richtig also: Johanniskäfer). Jürgen Dahl zählt in seinem Buch: Vom Geschmack der Lilien ernüchternd die Stoffe auf, die an dem "kalten" Leuchten der Johanniswürmchen beteiligt sind: Luciferin, Luciferase und Adenosintriphosphat .

"Johannisweiblein" nannte man früher die kräuterkundigen Frauen.
Und schließlich gibt es noch die "Johannissträuße".
So nennt man Sträuße für die Vase, die aus Kräutern zusammengestellt sind.

An diesem Tag endet die Rhabarber- und Spargelernte ("Spargelsilvester") und jetzt sollte man die Wiesen mit ihren teilweise bis zu einem Meter hohen Gräsern und Blumen mähen.

Quelle: http://zauber-pflanzen.de/johannis.htm
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Tags
Blumen, Essen, Familie, Frauen, Garten, Geld, Krankheiten, Liebe





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