Gwen Unfreier Bauer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.12.2010 Beiträge: 52
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Verfasst am: 21.12.2010, 13:13 Titel: Die Waldelben |
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Was ist ein Waldelb?
Elben zählen neben den Zwergen zu einer der wohl ältesten Rassen auf Schattenwelt. Die Lichtelben selbst behaupten, sie seien direkte Nachfahren jener Erstgeborenen, welche an Ostens Seite standen, um mit ihm im Krieg gegen seine drei Brüder zu bestehen. Genau weiß das heute niemand mehr, doch man kann davon ausgehen, daß sich die Waldelben und die Lichtelben aus ein und der selben 'Ur'Elbenrasse entwickelt haben. Die Waldelben sind augenscheinlich enge Verwandte der Lichtelben. Doch anders als ihre Brüder und Schwestern stehen sie in enger Verbindung zur Natur. Eigentlich kann man nicht einfach sagen, es sei die Natur, denn glaubt man den Erzählungen der Waldelben, so handelt es sich um viel mehr. Und eben das unterscheidet die beiden Rassen. Die Waldelben glauben an das 'La', die Natur des Waldes, die Wiege des Lebens. Ein Außenstehender, der nicht so aufgewachsen ist wie ein Waldelb, kann dies nur schwerlich bis gar nicht verstehen...
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Anatomie, Aussehen und gewisse Eigenarten
Elben haben an sich schon eine faszinierende, manchmal sogar bezaubernde Ausstrahlung auf die Mitglieder anderer Rassen. Das erste was Menschen oft einfällt wenn sie einen Elben beschreiben sollen ist „Makellose Schönheit“. So sind sie meist größer als Menschen, die durchschnittliche Größe eines Waldelben beträgt 175-200 cm, und ausnahmslos von schlankem, feingliedrigem Körperbau. Übergewicht scheint für Elben ein Fremdwort zu sein, da grade Waldelben die Völlerei oder Maßlosigkeit fremd ist.
Ihre Gesichtszüge sind etwas schmaler als die eines Menschen, die Ohren verschieden stark oder schwach spitz zulaufend. Ihre Augen sind zumeist leicht Mandelförmig und sehr Ausdrucksstark, mitunter auch als 'unendlich tief' beschrieben.
Dabei ist es ein Trugschluss das alle Elben feminin aussehen, die Männer prägt oftmals der stechende Blick eines Jägers und kantige, wenn auch um vieles schmalere Gesichtszüge als zum Beispiel die eines Menschen.
Allgemein fehlt ihnen sämtliche Körperbehaarung (Ausnahmen vorbehalten, jedoch meist nur spärlich), einzig ihr Kopfhaar sowie ihre Augenbrauen und Wimpern sind noch vorhanden. Bartwuchs gibt es unter den Elben nicht, obwohl alte Erzählungen und Geschichten von Elben berichten, welche die ersten Anzeichen von Bartwuchs zeigten. Jene Elben sollen aber mehrere tausend Jahre alt gewesen sein, und ihre wahre Existenz bleibt nach wie vor zu bezweifeln. Das Kopfhaar selbst wird unter den Elben meist lang getragen und zeichnet sich durch seine seidige, feine und zugleich strapazierfähige Art aus. Waldelben unterstreichen dies durch ihre enge Verbundenheit zum Wald und der Natur. Die Nahrung der Waldelben beschränkt sich meist auf das, was ihnen der Wald bietet. Das pauschale Urteil, alle Waldelben seien Vegetarier, ist allerdings weit hergeholt, denn Waldelben gehen durchaus auf die Jagd. Allerdings stellt sich diese bei ihnen anders dar als z.B. bei einem Menschen. So verwehrten Waldelben alles an einem Tier, das Fell für Kleidung, das Fleisch als Nahrung, die Sehnen als eben solche für ihre Bögen, die Knochen als Werkzeuge und stabilisierende Bauteile. Nichts wird einfach nur aus 'Spaß am töten' erlegt.
Die Wahrnehmung, also die Sinne der Waldelben, unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von denen eines normalen Menschen. So können Waldelben aufgrund der Anatomie ihrer Augen auch bei wenig Licht noch verhältnismäßig gut sehen, was ihnen aber keine Sicht bei totaler Dunkelheit gewährt, da nur vorhandenes Licht 'verstärkt' wird. Zusätzlich haben Elben aufgrund der Anatomie ihrer Ohren ein wesentlich ausgeprägteres Gehör, welches besonders wichtig für das Verständnis ihrer eigenen Sprache ist. Zum Beispiel hat das Wort 'badoc' viele Bedeutungen, wird dabei aber immer gleich geschrieben. Doch die Betonung der einzelnen Silben des Wortes machen den Unterschied. Diese Betonung ist für einen Menschen schon nicht mehr wahrnehmbar, was unter anderem eine Erklärung für die Schwierigkeiten sein mag, die Nicht-Elfen im erlernen dieser Sprache haben. Der Geruch und Tastsinn ist im Vergleich zum Gehör oder den Augen merklich weniger stark ausgeprägt, übersteigt dabei aber immernoch jenes des Menschen in gewisser Weise.
Zusätzlich zu all dem haben Waldelben noch eine Art 6.ten Sinn, welcher die Wahrnehmung und das 'fühlen' des Waldes angeht. Für einen Nicht-Elben ist dies mitunter recht schwer zuverstehen, doch im Grunde ist dieser Sinn eine 'seelische Wahrnehmung'. Der Elb fühlt und spürt über seine Seele. Diese geistige, empathische Verbindung ermöglicht es einem Waldelben, die Gefühle eines Tieres zu verstehen, zu erkennen wo es Schmerzen hat, oder es schlichtweg zu beruhigen. Magisch begabte Elben zeichnen sich dadurch aus, daß sie jene seelische Wahrnehmung um ein vielfaches weiter ausbilden und auf weitere Wahrnehmungen ausweiten. So können sie schließlich mit ihrer Seele nicht nur fühlen, sondern beginnen mit ihr zu hören und sogar zu sehen.
Waldelben besitzen somit auch die Fähigkeit Leben in ihrer Umgebung zu spüren und zu brauchen, die Abwesenheit von Leben in ihrer Umgebung macht Waldelfen schnell melancholisch und lässt sie ein Gefühl der Leere und Einsamkeit erfahren, was sich schnell negativ auf ihren Körper auswirken kann.
Hinweis: Dies ist keine Form des Gedankenlesens sondern schlichte Empathie, das Erfühlen von Gefühlen anderer Personen.
Waldelben sind mittels einer gesteigerten Form der Empathie in der Lage sich mit Tieren zu verständigen, dabei ist jedoch nur eine recht einfache Verständigung möglich, nicht mal ein uralter Elb kann einem Reh die Marschpläne der Feinde verraten da es sie einfach nicht verstehen würde, jedoch sehr wohl beispielsweise Richtung, Geschwindigkeit und eine Beschreibung der Masse vermitteln…
Viele Sagen ranken sich um die Elben, jene die niemals schlafen und immer hellwach sind. Das ist so nicht ganz korrekt, außer das Elben tatsächlich nicht schlafen. Nun ja, einige haben es sich von den Menschen abgeschaut (besonders Lichtelben da jene häufiger mit den Menschen verkehren) oder es sich schlichtweg angewöhnt, doch ein Großteil der Waldelben hat so etwas wie 'Schlaf' noch nicht am eigenen Körper erfahren. Immerhin ist es eine sehr verwundbare Form der Ruhe, was gerade bei dem gebrechlichen Körperbau der Elben kein besonders ratsamer Zustand ist. Sollte ein Waldelb jemals in direkter Nähe zu jemand anderem schlafen, so ist dies eine überaus hohe Ehre und ein sehr seltener, doch gleichsam sehr hoher Vertrauensbeweis. Statt dessen nutzt ein Waldelb in der Regel eine andere Form der Erholung, die Meditation. Diese gibt es in zwei Varianten, der einfachen und der tiefen Meditation. Bei der einfachen Meditation nimmt der Waldelb noch alles um sich herum wahr, jeden brechenden Ast, jedes Rauschen der Blätter (weswegen es zu jener Legende um die 'niemals schlafenden Elben' kam). Seine Sinne sind noch völlig aktiv, während sein Körper ruht. Die tiefe Meditation dagegen ist eine völlige Abschirmung von äußeren Einflüssen und reine Konzentration auf die geistige Wahrnehmung. Diese können sie auch nur selber wieder verlassen, äußere Einflüsse haben keinerlei Auswirkung auf sie (was sie noch verwundbarer macht als im normalen Schlaf). Viele magisch begabte Waldelben treten in tiefe Meditation, um sich auf größere, rituelle Zauber vorzubereiten oder um sich untereinander bei Ritualen zu unterstützen. Die Art, in den jeweiligen Zustand einzutreten, bleibt relativ gleich, doch erklären wir hier nur die einfache Meditation. Um sich in Meditation zu versetzen, sucht ein Waldelb sich einen ruhigen Ort, z.B. eine kleine Lichtung im Wald. Mit geschlossenen Augen beginnt er leise zu summen. Die Melodie ist dabei von Elb zu Elb unterschiedlich, doch bleibt diese für den Außenstehenden immer gleich. Sie dient nur als Einstieg zum eigentlichen, zum 'geistigen' Lied . Jene geistige Melodie, unter den Elben 'Seelenlied' oder 'Seelenmelodie' genannt, ist anders als jenes, das er summt. Es entspricht vielmehr seinem Geist, seinem eigentlichen 'Ich', und ist bei jedem Elben einzigartig. Ist ein Waldelb alleine, so nutzt er die Melodie der ihn umgebenden Lebewesen, Pflanzen und Tiere, welche allesamt das Seelenlied des 'La' bilden, und klingt 'mit ihr'. Meditieren aber mehrere Elben gleichzeitig, so können sie ihre einzelnen Melodien zu einem komplexen Seelenlied verweben und gemeinsam klingen, eine Art kleines Musikstück spielen. Bei dieser unter den Elben als "Sala'Sandra" bezeichneten Seelenverbindung tauschen die Elben nicht nur Emotionen, sondern auch komplexe Erfahrungen und Gedankengänge aus, und legen diese dem anderen durch seine empathische Wahrnehmung dar. Diese Verbindung kann ein Elb auch mit anderen Lebewesen eingehen. Dies schließt Tiere, Menschen, Zwerge und Mitglieder anderer Rassen gleichermaßen mit ein, doch ist es für jene meist sehr schwer, in das Lied mit einzustimmen. Ihnen fehlt die feinfühlige Empfindung ihrer Seele, jener 6.te Sinn, welcher einem Elben eigen ist. Ohne die Hilfe und Unterstützung eines Elben schaffen sie es zumeist nicht einmal das Lied überhaupt zu hören. Magisch begabte Personen haben es hierbei etwas leichter, doch auch sie müssen sich erst an die völlige Ruhe des Seelenliedes gewöhnen. Für ein Mitglied einer anderen Rasse ist eine derartige Seelenverbindung eine unvergeßliche und einzigartige Erfahrung. Nur sehr wenigen wird diese Ehre zuteil...
Anmerkung: Ein Elb, der nicht innerhalb seiner Sippe, sondern z.B. bei Menschen aufgewachsen ist, wurde niemals von den älteren Elben über die Möglichkeit der Meditation unterrichtet. Ohne das Wissen um sie ist er auch nicht dazu in der Lage und wird seine Rassenverwandten aufsuchen müssen, um es zu erlernen. Somit wird ein nicht unter Elben aufgewachsener Elb wohl eher wie ein Mensch schlafen, als auf diese Art und Weise zu meditieren, und sein eigenes Seelenlied auch noch nicht entdeckt haben.
Waldelben altern viel langsamer als Menschen, sie können spielend einige hundert Jahre alt werden. Zudem sind sie gegen leichte und mittlere Gifte vollständig Immun, ebenso wie gegen die meisten Krankheiten.
Am äußeren ist einem Elb sein Alter meist nicht anzusehen, einzig ihre Haare verlieren mitunter ihre Farbe und gewinnen mit höherem Alter zunehmen ein leichtes Grau bis hin zu einem schlichten weiß... Elben durchleben ihre 'Kindheit' in den ersten 100 Jahren ihres Lebens (vielleicht halten sie die Menschen deshalb auch allesamt für Kinder). In dieser Zeit lernen sie die Sitten ihres Volkes und alles, was in irgend einer Form relevant für sie ist. So finden sie unter Anleitung eines älteren Elben Schritt für Schritt zu ihrem Seelenlied, lernen die Meditation und die komplexe Sprache der Elben. Gleichzeitig werden sie in die Sippe eingeführt und tragen mit der Zeit immer mehr zur Allgemeinheit bei. Danach treten sie in eine Phase ein, welche bei den Menschen mit der Pubertät vergleichbar ist. Diese ist unter Elben aber eher etwas unkomplizierter, als unter den Menschen, doch immernoch Individuell unterschiedlich. Meist kommt es während dieser Phase zum ersten markanten Durchbruch ihres Seelentiers, welches sich in irgend einer Handlung äußert. Das Seelentier ist ein wesentlicher Teil eines jeden Elben, doch nicht seine gesamte Persönlichkeit. Ab einem Alter von um die 120 bis 130 Jahren ist ein Elb in der Lage, Nachkommen zu zeugen, und seine Kindheit gilt als mehr oder minder abgeschlossen. Die tatsächliche Lebensspanne eines Elben hat nicht, wie bei den Menschen meist angenommen, etwas mit ihrer Art zu leben zu tun. Es ist nicht die Nahrung, und auch kein Fluch oder Segen. Es ist schlichtweg die Lebensaufgabe, die Aufgabe eines jeden Elben, welche ihn existieren läßt. Natürlich fällt jene für jeden Elben anders aus und kristallisiert sich meist eh erst während der Pubertät, manchmal auch erst Jahrzehnte später heraus, doch sollte sie eines Tages vollendet sein und der Elb keine anderweitige Aufgabe sehen oder besitzen, hört er schlichtweg auf zu existieren. Dieser freiwillige Tod ist unter den Elben nichts schlimmes, noch gefürchtetes. Auch ist es kein 'Selbstmord', wie viele Unwissende vermuteten. Häufig verabschiedet sich der Elb von seinen Freunden, Verwandten und seiner ganzen Sippe, erledigt die letzten, unverrichteten Dinge und begleicht alte, ausstehende Rechnungen. Dann sucht er sich einen ruhigen Ort, um an ihm in eine tiefe Meditation zu fallen. Waldelben bevorzugen dafür gerne abgelegene Lichtungen und Haine. Hier meditiert der Elb dann, und löst seine Seele langsam von seinem Körper. Er selbst stimmt ein in das Seelenlied seiner Ahnen... seiner Vorfahren... und all jener Elben, die vor ihm diesen Weg gingen. Sein Körper bleibt zurück und zerfällt innerhalb weniger Augenblicke, ohne den Halt des geistigen Lebenswillens. Im Bezug auf Verletzungen und Krankheiten scheinen Elben ebenfalls unterschiedlich, fast übernatürlich zu sein. Doch es ist wieder ihre Lebensaufgabe, ihr 'Lebenswille', welcher sie von mitunter tödlichen Wunden und Krankheiten heilt und genesen läßt. Dies kann man als intuitive Magieform ansehen, welche unter den Elben zum Alltag gehört. Das heißt aber nicht, daß sie nicht auch durch einen gewaltsamen Tod sterben können. In diesem Fall bleibt ihr Körper in der Form erhalten, in welcher er starb, da die Seele des Elben gewaltsam und unfreiwillig von ihm getrennt wurde. Tritt etwas derartiges ein neigen die meisten Elben dazu, ihre Toten zu beerdigen
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Waldelben und die Natur/Religion
Die Natur ist gleichzeitig die Religion der Waldelben, wobei das Wort Religion eigentlich nicht wirklich paßt. Religion hat etwas mit glauben zu tun... doch die Waldelben 'wissen', daß La da ist, da sie es fühlen.. Sie werden mit diesem Gefühl groß und lernen, es zu verstehen. Dies alleine dauert meist schon 30 Jahre, weswegen dieses empfinden wiederum schwerlich jemandem zu erklären ist, der es nicht kennt. Das oberste Gut der Waldelben ist, wen wundert es, der Wald, genauer gesagt der Yew-Wald. In ihrer Sprache, dem Isdira, nennen sie ihn La. Das La ist ihre Heimat, ihr Ursprung, das, mit dem sie leben. Repräsentiert wird das La durch den sogenannten Tweldan'La, den 'Alten vom Wald'. Dies ist der älteste Waldgeist dieser Welt, auf geistiger Ebene die Seele des Yew-Waldes. Mit ihr stehen die Waldelben in Verbindung, fühlen sie, fühlen was sie fühlt (im entfernten Sinne). Sollte z.B. irgendwo ein Waldbrand toben, so würden die Waldelben es spüren weil der Wald 'Schmerzen hat'. Die Waldelben glauben nicht an Götter, kennen aber mächtige Wesen (Osten z.B. ist ihrer Meinung nach mächtig, aber deswegen noch lange kein Gott). Götter in der Form, wie Osten von den Lichtelben verehrt wird, gibt es für die Waldelben aber nicht. Der Tweldan oder andere vergleichbare Waldgeister und Feen nehmen keinesfalls eine solche Stellung ein.
Aufgrund dieser oben genannten Verbundenheit sehen die Elben sich und den Wald als gleichgestellt an. Verletzt nun also jemand den Wald, wird dies als ein Angriff auf sie selbst angesehen. Natürlich kann z.B. ein Mensch in den Yew-Wald gehen, und dort Holz hacken. Er sollte dies aber mit den Elben absprechen, da sie genau wissen, welche Bäume gefällt werden können und sollten, und welche nicht (um z.B. einen alten Baum zu fällen, der den jungen Baumzöglingen das Licht zum Wachsen nimmt). Hält sich dieser Mensch da aber nicht dran, hat dies weitreichende Konsequenzen. Denn die meisten Waldelben warnen einen Angreifer (und zu dem wird jener Mensch ja durch sein Handeln) zumeist nur einmal. Und sollte er dieses eine Mal nicht dazu nutzen, die Situation zu klären, oder sich zu entschuldigen, so wird der Waldelb ihn gnadenlos töten. Eine Schändung des Waldes und damit des Volkes der Waldelben ist für sie einfach nicht akzeptabel...
Dies ist ein heikles Thema, da die Waldelben das Leben (und alles was dazugehört) achten und schützen wollen. Doch was ist wenn ein Lebewesen ein anderes bedroht? oder wenn die Monster aus den Tiefen der Erde La und seine Bewohner gefährden? In diesem Fall greift ein Elb zur Waffe um jenes zu schützen... und um die Bedrohung zurückzuschlagen, so wie er auch die Bedrohung durch einen Bäume fällenden Menschen bekämpft. Allerdings unterscheiden sich die Wege, welche die verschiedenen Waldelben dabei gehen, doch merkbar. So wie ein jeder von ihnen noch immer ein Individuum ist, so individuell sind auch ihre Einstellungen dazu, wie man jenen Bedrohnissen begegnen sollte. Von diplomatischen Rednern bis hin zu recht wortkargen Scharfschützen findet sich fast jede Form innerhalb der Waldelbischen Kultur.
Der Wald bietet den Waldelben eine der wohl gefürchtetsten Waffen der Schattenwelt. Den Bogen, im Isdira "Yar" genannt. Gemeinhin ist diese Waffe unter allen Völkern bekannt, aber die Elben schafften die Perfektion dieses Gerätes: den Elbenbogen.
Von daher bevorzugt ein Waldelb eher den Fernkampf als den Nahkampf mit dem Schwert, denn aufgrund seiner im Vergleich zum Menschen zerbrechlichen Statur hat er im Klingenkampf meist die schlechteren Karten. Aber was soll eine Gruppe von Kriegern schon gegen einen Pfeilhagel machen, der aus dem undurchschaubaren Waldrand auf sie zufliegt...
Im Allgemeinen differenzieren die meisten Waldelben aber zwischen dem (Yew-)Waldleben und dem Leben von Außerhalb, weswegen ein Elb auch durchaus in einen Kampf eingreifen wird, welcher außerhalb seines Heimatwaldes tobt, sollte er diesen in Gefahr sehen oder es einfach für gut und richtig halten. Da die Waldelben ebenfalls der Magie mächtig sind, scheuen sie sich auch nicht davor, jene im Kampf, zum Angriff, Schutz und zur Verteidigung, einzusetzen. Natürlich beschränken sich die Magier der Waldelben im Alltag auf rein Unterstützende Magie wie Schutz-, Heil- oder Gemeinschaftszauber. Doch vergessen viele, daß Elbenmagier aufgrund ihres natürlichen Verständnisses für Magie (ein Verständnis, daß für viele ein unverständliches Geheimnis ist) auch zu großen und extrem destruktiven Zaubern in der Lage sind. Und im Gefecht wird sich ein Waldelb kaum scheuen jene einzusetzen...
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Waldelben und Magie
Die Größte Gabe der Elben ist wohl die Angeborene Magie, alle Elben sind von Geburt an magisch begabt jedoch entwickelt sich diese Fähigkeit bei einigen stärker bei einigen nicht. Alle Waldelben besitzen jedoch die Fähigkeit "La" durch puren Willen oder mit Hilfe von Gesang für sich zu Nutzen Die Perfektion im Umgang mit der Magie ist unter den Elben als 'Lehre der alten Künste' bekannt. Jene werden als 'alte Künste' bezeichnet, da das Wissen um sie mit den Jahrtausenden in Vergessenheit gerieten. Das Volk der Waldelben zog sich damals mehr und mehr in die Wälder Yew's zurück, gleichsam nahmen aber die Lichtelben häufiger Kontakt zu den Menschen und anderen Völkern außerhalb auf. So geschah es, das sich die wissenschaftlichen Lehren der Hermetik unter den Lichtelben zusehends etablierte und die alten Weisheiten gänzlich verloren gingen. Einzig jene, deren Augen niemals geschlossen waren, bewahrten das Wissen, um es vor nun schon einiger Zeit wieder unter die Elben zu bringen: die Waldgeister Yew's. So ist es kaum verwunderlich, dass jene alten Künste den einzigen Weg darstellen, den ein Waldelb zu gehen pflegt sollte er sich der Magie verschreiben. . Ein Elbenmagier der alten Künste gibt seine Macht nur selten gänzlich preis. Zumeist gesteht er gegenüber Außenstehenden nur selten ein, dass es so etwas wie die 'alten Künste' oder eine elbische Lehre der Magie überhaupt gibt. Sollte er sich allerdings jener Fähigkeiten bedienen, so bedarf er keiner Zauberformeln oder Reagenzien. Ein Elbenmagier der alten Künste läßt jene Effekte zumeist ohne äußerlich erkennbare Regung geschehen. Selten bedient er sich einer Geste oder bloßen Augenkontakts, vielerlei Dinge passieren einfach, ohne dass sie mit jenem Elb direkt in Verbindung gebracht werden können.
So ist es allen Elben möglich ihre Stärke und Schnelligkeit zu steigern indem sie "La" direkt durch ihren Körper kanalisieren, eine Handlung die beinahe unterbewusst und spielerisch in jungen Jahren erlernt wird. Einigen Waldelben sind in der Lage durch Gesang kleinere Pflanzen so rasant wachsen zu lassen das eine Blume binnen weniger Sekunden vom Samen bis zur Blüte reift oder aber kleine Bereiche um sie herum aufblühen.
(Anmerkung der Redaktion: Waldelben holen sich die Magie aus dem La, das heißt der Natur. Wenn nichts da ist was lebt kann ein Waldelb auch keine Magie anwenden. Als Beispiel: Ein Waldelb sitz im Kerker wo nichts ist ausser Stein. Dort kann er keine Magie anwenden. Es gibst nichts woraus der Waldelb sie ziehen könnte. Auch werden wir nie übermenschlich Kräfte besitzen durch die Magie. Sie kann uns stärken und schneller machen, aber nicht überelbisch machen. Wir wollen hier keine Superwaldelben sein.)
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Kultur/Waldelben untereinander
Die Kultur der Waldelben kann als eine große Familie gesehen werden. Ein jeder anderer Waldelb wird immer als Bruder oder Schwester anerkannt, egal ob er zur selben Sippe gehört oder nicht. Die Sippe selbst, also jene Waldelben im direkten Umfeld (Verwandte, Eltern, Kinder, Nachbarn) ist für einen Waldelben alles. Er unterstützt sie, verteidigt sie und erhält sie nach besten Kräften. Diese Verbundenheit, welche man so eigentlich nirgends sonst findet, rührt zum größten Teil daher, daß die Waldelben sich, ihre Sippe und den Wald, als eine Einheit sehen. Diese Philosophie begleitet sie von Kindesbeinen an und wird in jeder Sippe hochgehalten.
Es gibt keine Stände und keine Klassenunterschiede unter den Waldelben. Für sie macht es keinen unterschied ob ihr Gegenüber Magier, Jäger oder Bauer ist. Einzig Alter und Erfahrung werden von ihnen geachtet. So zollen sie dem alten und weisen Magier zwar Respekt, behandeln ihn aber genauso wie den einfachen Bauern oder Jäger von nebenan. Dies gilt besonders in speziellen Situationen. So wird der Magier zwar respektiert, doch bei der Jagd wird der Erfahrung des Waldläufers der Vorzug gegeben. Dies bezieht sich aber nicht nur auf die Waldelben untereinander. Sollte ihr gegenüber für seine Rasse verhältnismäßig alt sein, so würde ein Waldelb ihm mit Respekt und Achtung gegenübertreten, auch wenn er selbst hunderte von Jahren älter ist.
Ein wichtiger Teil der waldelbischen Kultur ist die Musik. Sehr viele Waldelben beherrschen ein Instrument, bevorzugt Harfe oder Laute, oder sind hervorragende Sänger (was mit ihrer Muttersprache meist einher geht). Dieser hohe Stellenwert der hörbaren Künste rührt sich daher, daß die Musik aufgrund ihres Seelenliedes und allem, was darauf aufbaut, eine sehr angesehene Position unter den Waldelben inne hat. Sie assoziieren viele Dinge mit gespielten Tönen und lassen sehr häufig ihr Seelenlied mit in jene Melodie klingen.
Beziehungen unter Waldelben sind nur im Ansatz mit denen unter Menschen vergleichbar. . Nacktheit ist unter den Waldelben nichts schlimmes, da es die natürliche Erscheinung eines selbst ist. Doch dies gilt zumeist nur gegenüber anderen Waldelben. Sehr selten tritt ein Waldelb schamlos vor das Mitglied einer anderen Rasse.. . Obwohl sie das Liebesspiel gerne, häufig und ausgiebig praktizieren, geht nur selten ein Kind aus diesen körperlichen Zusammenkünften hervor. In einigen Jahrhunderten zeugt ein Waldelb nur ein bis drei Nachkommen. Jedoch ist es noch seltener, daß Waldelben einen festen Partner erwählen. Dies geschieht meist nur, wenn sie ihre Gefühle füreinander erkennen und ihren Drittnamen, den geheimen Namen in Verbindung mit ihrem Seelentier, austauschen. Dabei vollziehen sie zumeist einen kleinen Ritus, der vielleicht mit einer Ehe unter den Menschen vergleichbar ist, bei dem aber niemand sonst außer den beiden Elben anwesend ist. Hierbei knüpfen sie einen Faden von ihrer Seele zu der ihres Partners. Diese völlige Offenbarung des Selbst, die völlige Auslieferung an den anderen, hält dann zumeist ein Leben lang, bringt aber auch große Gefahren mit sich. Sollte z.B. der eine eines unnatürlichen Todes sterben, so kann es geschehen, daß er den Partner mit sich reißt. Somit können die beiden Elben an zwei völlig verschiedenen Orten sein: der eine stirbt und der andere folgt ihm unmittelbar... Sollte den anderen Partner nicht dieses Schicksal ereilen, so reißt entweder der Faden oder der Sterbende zieht einen Teil der Seele des anderen mit sich. Dies kann sehr schmerzhaft sein, doch ist es nur ein geringer Teil dessen, was den Elben ausmacht, doch für andere Elben ist dies durchaus spürbar. Es fehlen z.B. einige Töne des eigentlichen Seelenliedes... Sollte dies häufiger passieren, so kann der Elb zu einem seelischen Krüppel verkommen.
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Seelengefährte
Jeder Waldelb erwählt/entdeckt, im Laufe der Jahre sein Seelentier, dieses Wesen verkörpert oft Charakteristika des Elben selbst und bestärkt ihn darin diese Wesenszüge stärker zu Nutzen. Es besteht eine tiefe Verbundenheit zu diesem Tier, der wie ein Begleiter stets an der Seite des Elben zu finden ist oder unweit auf seinen Gefährten Acht gibt. Die Verbindung zwischen dem Elb und seinem Seelentier ist derart stark, dass es Waldelben möglich ist die Gestalt dieses Seelentiers anzunehmen oder auch durch seine Augen zu Blicken, selbst wenn beide räumlich getrennt sind.
Manchmal entdecken sie sich schon in früher Jugend aber zumeist kristallisiert sich die Verbundenheit mit Eintritt in das Erwachsenenalter heraus. Das Seelentier ist ein Teil des Waldelben, ein wichtiger Teil, welcher seine stärkste Charaktereigenschaft widerspiegelt. Das „Entdecken“ oder vielmehr Erkennen des Seelengefährten geschieht auf vielerlei Wegen manchmal auch unbewusst da die Verbundenheit zu ihrem Seelentier ein natürliches Empfinden für den Waldelb darstellt…
So kommt es vor, dass Waldelben ein Gespräch mit einem Vertreter der Rasse ihres Seelentiers führen oder dass sie in einer extremen Situation bestimmte Züge jenes Tieres annehmen. Es sind sogar Geschichten von Elben bekannt, deren Hände zu Krallen wurden, deren Augen denen von Tieren ähnelten, deren Körper so leicht wurden, dass sie kurze Strecken regelrecht 'fliegen' konnten. Man erzählt sich aber auch, dass Elben völlig von ihrem Seelentier besessen wurden, weil sie diesem einen Charakterzug zu sehr nachgaben. Sie wurden schließlich zu ihrem Seelentier...
(Anmerkung der Redaktion: Dieses wandeln geschieht sehr selten und sollte im RP mit sehr viel Vorsicht bedacht werden. Auch wandeln die Waldelben sich nicht mal eben so weil es der Situation grad passt. Es ist ein langer und vor allem langsamer Prozess der über mehrere Wochen/ Monate geht.)
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Tier Isdira Bedeutung
* Biene Imme Fleiß
* Wolf Lara Einsamkeit
* Eichelhäher Hainvaôr Geschwätzigkeit
* Elster Oâna diebisch
* Esel Onagya Dummheit
* Eule 'Hui Weisheit, Verschwiegenheit, Wachsamkeit
* Falke Ku'ri Selbstbewusstsein, Autorität
* Fledermaus Unya Blindheit
* Fuchs Bhaselya List, Schlauheit
* Gans Quäia Eingebildetheit
* Habicht Veija Raubgier
* Hase Banbhâ Furchtsamkeit
* Wildhuhn Shenja Mütterlichkeit
* Wildhund Diungo Treue, Loyalität, Pflichtbewusstsein
* Kaninchen Bianbhâ Fruchtbarkeit
* Katze Felje Individualismus, Eigensinn
* Kröte Dena' Fürsorge, Erdverbundenheit
* Lamm Memirja Unschuld
* Lerche Shasanya Heiterkeit
* Löwe Rao'râ Würde
* Maus Diula Schwäche
* Pfau Fasanja Stolz, Eitelkeit
* Rabe Oâ Unglück; aber auch Träumerei und seherische Begabung
* Reh Lairja Scheue, Schüchternheit
* Schaf Mâmirja Einfalt
* Schlange Sis Weisheit und Wissen aber auch Tücke
* Schmetterling A'dala vergnügtes Leben
* Wildschwein Morka Unreinheit
* Spinne Kla'gra Verschlagenheit, Tücke
* Stier Urgra Kraft
* Taube Yamayu Harmlosigkeit
* Tiger Rao'ra Wildheit
* Wildkatze Felja Einzelgängertum, Unabhängigkeit
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Waldelben und andere Rassen
Gegenüber jeder anderen Rasse verhält sich ein Waldelb grundsätzlich Neutral bis aufgeschlossen freundlich. Es gibt eigentlich niemanden gegen den ein Elb von Grund auf eine Groll hegt. Selbst die Dunkelelben, die Drow, werden eher beweint und bemitleidet, als das sie von einem Waldelb angegriffen werden. Allerdings setzen alle Waldelben bestimmte Prioritäten. An erster Stelle liegt ausnahmslos der Wald und die Sippe, deren Wohlergehen und Erhalt. Erst danach folgen Mitglieder anderer Rassen wie z.B. Zwerge und Menschen.
Anders sieht es dagegen bei unmittelbaren Konfrontationen oder Provokationen aus. Ein Aggressor oder jemand, der sich am Yew-Wald vergeht, zieht sich automatisch den Zorn der Waldelben zu. Diese geben ihren Gegnern im Falle einer Schändung des Waldes nur selten mehr als eine Chance auf Entschuldigung, danach greifen sie zur Waffe... oder in ihren Reagenzienbeutel. Waldelben sind aufgrund ihrer unglaublichen Begabung mit Fernwaffen und ihrer geheimnisvollen Magie ein Volk, welches sich und den Yew-Wald durchaus zu verteidigen weiß... und es weiß ebenso anzugreifen.
Liebesbeziehungen von Elben mit Mitgliedern anderer Rassen werden zwar toleriert, doch sollte anzumerken sein, daß die Mentalität der Elben eine ganz andere ist als beispielsweise die eines Menschen. Ein Elb lebt nahezu ewig. Und was geschieht, wenn der Partner stirbt? Häufig entsteht von Seiten des Elben eine so starke und innige Verbindung, daß er mit seinem Partner in den Tod geht. Aufgrund dessen werden solche Beziehungen von anderen Elben auch meist als gefährlich angesehen und nur mißmutig hingenommen, eben in Sorge um ihren Bruder bzw. ihre Schwester.
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Das Können der Waldelben wird in 2 Bereiche geteilt den Hohen fähigkeiten und den Niederen.
Hohe Fähigkeiten
-Seelentier --> sich in sein Seelentier wandeln
--> in der Form des Seelentieren, mit Tieren reden und sie verstehen
-Gefahr --> sich die Energie aus der Natur (La) nutzen
--> sich einer Gefahr bewußt sein und nicht
blindlings in eine Falle tappt
- Elbenritter --> Magisch
--> Schwert
--> Bogen
- Magie (La) --> Mit Hilfe der Waldelbenmagie heilen
--> Die alten Künste erlernen und bedacht anwenden
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Niedere Fähigkeiten
-Seelentier --> Seelentier herbeirufen
- erlernen von Handwerksberufen
- Kunst im allgemeinen
- Schriftgelehrte
- Musiker
- Heiler- Grundwissen
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Allgemein: Waldelben sollten größer im Erscheinungsbild sein als Menschen.
Sie MÜSSEN spitze Ohren haben. Ob Prim oder die am Ava gestreckt ist egal.
Kleidung sollte angemessen sein.
Waldelben haben ihre Heimat im Wald und fühlen sich unter Menschen äußerst unwohl, nur wenn es unbedingt nötig ist oder sie sich einen Vorteil davon versprechen suchen sie Kontakt. |
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