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Der Apotheker



 
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fetisch Aeon
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Anmeldungsdatum: 22.12.2010
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BeitragVerfasst am: 27.12.2010, 15:44    Titel: Der Apotheker Antworten mit Zitat
Im Laufe des Mittelalters hatte sich die Medikamentenkunde, von der Medizin getrennt und sich zum unabhängigen Berufsstand herausgebildet. Der Apothekerstand hatte mehrere Entwicklungslinien. Eine davon führte aus der seit alters her bekannt mehr kaufmännisch-handwerklichen Tätigkeiten Drogensammler und Drogenhändler, die neben dem Ankauf und Verkauf, Zubereitung, Vorrätighalten und Verkauf von Gewürzen mit arzneilich wirksamen Drogen, Kräuter, Wurzeln, Rinden, Samen handelten. So bildete sich auch auf diesem Wege der Stand der Apotheker, der Confectionarii (Zubereiter) aus, wobei Arzt und Apotheker keine gemeinsame Sache machen durften, und Rezepte nur nach ärztlicher Vorschrift anzufertigen waren. Dass sich vor allem im Mittelmeerraum, in Italien und Südfrankreich, zuerst der Apothekerstand ausbildete, ist leicht zu erklären, da der gesamte Drogenhandel mit dem Orient über Venedig, Genua und Marseille lief. Seit 1530 stellten die Universitäten in Padua und Bologna als erste Hochschulen der Arzneikunde eigene Lehrstühle zur Verfügung. Um 1540 richteten Padua und Pisa die ersten universitätseigenen Botanischen Gärten ein, und seit 1536 war es in Paris für Apothekerlehrlinge obligatorisch, wöchentlich zwei Vorlesungen in der medizinischen Fakultät zu hören. Die Apotheker im Spätmittelalter verkauften jedoch nicht nur Arzneien. Auch teure Gewürze, das kostbare Papier, exotische Weine und andere Luxusgüter und das beliebte Konfekt konnten hier erstanden werden. Trotzdem war es schwer, als Apotheker vermögend zu werden. Denn die Konkurrenz in Form von fliegenden Händlern, Wunderdoktoren, Theriakkrämern, Kräutersammlern, Wurzelgräbern und Spezereihändlern war groß!

Quelle: http://www.lehnswesen.de/page/html_medizin.html
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.12.2010
Beiträge: 279

BeitragVerfasst am: 01.01.2011, 15:48    Titel: Die Apotheker Antworten mit Zitat
Im Laufe des Mittelalters hatte sich die Pharmazie, die "Materia medica", von der Medizin getrennt und sich zum unabhängigen Berufsstand emanzipiert. Seit 1530 stellten die Universitäten in Padua und Bologna als erste Hochschulen der Arzneikunde eigene Lehrstühle zur Verfügung. Um 1540 richteten Padua und Pisa die ersten universitätseigenen Botanischen Gärten ein, und seit 1536 war es in Paris für Apothekerlehrlinge obligatorisch, wöchentlich zwei Vorlesungen in der medizinischen Fakultät zu hören.

Die Apotheker im Spätmittelalter verkauften jedoch nicht nur Arzneien. Auch teure Gewürze, das kostbare Papier, exotische Weine und andere Luxusgüter und das beliebte Konfekt konnte hier erstanden werden. Trotzdem war es schwer, als Apotheker vermögend zu werden. Denn die Konkurrenz in Form von fliegenden Händlern, Wunderdoktoren, Theriakkrämern, Kräutersammlern, Wurzelgräbern und Spezereihändlern war groß!

Die Arbeitsbedingungen eines mittelalterlichen Apothekers konnten zudem sehr gesundheitsschädigend sein, wie folgende Quelle verdeutlicht:
"Folgende Beispiele sollen dies näher erläutern: Die Herstellung von Laudanum, einem im Mittelalter weitverbreiteten Beruhigungs- und Einschläferungsmittel, zu dessen wesentlicher Substanz Opium zählt, kann zur Schlafsucht führen. Beim Pulverisieren von Kantharidenkäfern entwickelt sich im Stößel ein penetrant scharfer Geruch und Dunst, der die Haut, die Augen, die Atmungsorgane und vor allem die Harnwege angreift. Blasen, Eiterungen, Entzündungen, Erbrechen, Leibschmerzen, Durchfälle, Atemnot, Koliken und mitunter auch Nierenentzündungen sind die Folge. Und schließlich führt das ungeschützte Berühren der Aronwurzeln zu erheblichen Verbrennungen auf der Haut.

Doch nicht nur giftige Dämpfe und Verätzungen gefährden die Gesundheit des mittelalterlichen Apothekers, sondern Gefahren drohen ihm auch bei der Verarbeitung wohlriechender Stoffe. So führt beispielsweise die Herstellung von Sirup, zu dessen Bestandteil ein Sud aus Rosenwasser zählt, zu heftigen Kopfschmerzen und manchmal zu Durchfall.

Eine weitere Gefahrenquelle birgt die Verwendung getrockneter Pflanzen. So kann der Geruch von Belladonna-Extrakt, einem Trockenextrakt aus den Blättern der Tollkirsche, zu heftigen Schwindelanfällen, der von Lindenblüten zu Kopfschmerzen führen. Der Dunst des Taxus, der zur Gattung der Eibe zählt, und der Dunst der Substanzen des Nußbaums führen zu Erbrechen und allgemeinem Unwohlsein.

Mineralische Substanzen wie Arsenik, Antimon und Quecksilber greifen mit ihren giftigen Dämpfen in erster Linie die Atmungsorgane an und führen in vielen Fällen zu Lungenschwindsucht und damit zum Tode."

Quelle: http://www.kleio.org/de/geschichte/alltag/kap_X7.html
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Frankreich, Meer, Rezepte, Uni





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